Bigge

Bigge hat 4112 Einwohner (31.12.2017), davon sind 694 evangelisch (31.01.2018).
Am 01.07.1969 kam es zur Zusammenlegung der Gemeinden Bigge und Olsberg zur Stadt Bigge-Olsberg. Seit dem 01.01.1975 gehört Bigge zur heutigen Stadt Olsberg. „Im Zentrum von Bigge steht die Pfarrkirche St. Martin. … Im Jahr 1222 wird die Kirche als St. Martinus erstmals urkundlich erwähnt. … (1872) … wurde Bigge an die Obere Ruhrtalbahn von Hagen nach Warburg angeschlossen. Um 1905 gehörte Bigge zum preußischen Regierungsbezirk Arnsberg und zum Kreis Brilon, hatte eine Messingfabrik, eine Synagoge und etwa 900 Einwohner.“ (Wikipedia)
„In Bigge sind zahlreiche historische und interessante Gebäude und Plätze zu finden. (bigge-online.de) „Mit der Gründung des „Josefs-Krüppelheim“ in Bigge legte der Priester Heinrich Sommer 1904 den Grundstein für die Josefs-Gesellschaft, in der heute über 7.200 Mitarbeitende insgesamt 10.000 Menschen mit Behinderung, Senioren und kranke Menschen betreuen, versorgen, schulen und beschäftigen.“ (Homepage der Josefs-Gesellschaft)

Katholische Kirche Bigge

In Freiburg in Schlesien wurde ich, Ruth Heinzel, als älteste Tochter des Diakons Gerhard Heinzel 1932 geboren. 1946 kamen meine Mutter und ihre drei unmündigen Töchter über das Lager in Marsberg in das kleine Dorf Elpe. Mein Vater war im Krieg vermisst. Wir haben ihn trotz aller Nachforschungen nicht wiedergefunden.
In Elpe feierten wir evangelische Gottesdienste in der katholischen Kirche. Dazu kam immer der Pfarrer aus Winterberg zu uns. Der katholische Pfarrer hatte jeweils vorher das Gitter der Kommunionbank geschlossen. Meine Mutter spielte die Orgel, wir Mädel mussten die Blasebälge treten. Meine Konfirmation erlebte ich in der alten katholischen Kirche in Siedlinghausen. Unmittelbar danach ging ich für drei Jahre als „Haustochter“ in einen evangelischen Pfarrerhaushalt nach Bad Salzuflen.
Später wurde ich in Detmold zur Kinderkrankenschwester ausgebildet. Das war für mich eine ganz wichtige Zeit. Besonders geprägt hat mich das Zusammenleben mit den Diakonissen, das gemeinsame Feiern der Feste und das Singen. Aber die schönste Zeit in meinem Leben waren sechs Wochen in Neuendettelsau im Diakonissenhaus. Dort durfte ich lernen ohne eine Prüfung machen zu müssen und lernte viel Kultur kennen.
Später arbeitete ich 30 Jahre lang in einer Arztpraxis in Bad Salzuflen und kam anschließend mit einer langjährigen Freundin, die diese Praxis geleitet hatte, hierher zurück ins Sauerland. Im Haus meiner Schwester in Bigge fanden wir ein neues Zuhause.
Durch meine Schwester, die Vorsitzende der Olsberger Frauenhilfe ist, bin ich in der Kirchengemeinde recht häufig präsent (Frauenhilfe, Gottesdienste, Hauskreis, Feste). Da ich seit vier Jahren sehr schlecht sehen kann, bin auch auf Begleitung und Hilfe angewiesen. Bis dahin war ich noch ganz (auto-)mobil. Natürlich habe ich, als ich noch konnte, aktiv in der Gemeinde (z.B. beim Basar) mitgemacht. Schade, dass immer weniger Menschen in die Gottesdienste kommen. Für das Wachstum der Gemeinde kann ich aufgrund meines Gesundheitszustandes nur wenig beitragen. Etwas ganz wichtiges kann ich aber doch für sie tun: Beten! Gott hat meinem Leben manche erstaunliche Wendung beschert. Jetzt bin ich ein „altgewordenes Kriegskind“. Geprägt durch Kriegs- und Nachkriegszeiten mit nur sechs Jahren an vier verschiedenen Schulen, bin dankbar für ein reiches Leben. Und obwohl sich eine Ehe und eigene Kinder nicht ergeben haben, die ich mir doch so gewünscht hatte, wurde mir eine Tochter geschenkt, die mich quasi „adoptiert“ hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Mein Lebensmotto seit vielen Jahren ist: „Die größte Kraft des Lebens ist der Dank.“

Bilder von Pfr. Dietmar Schorstein, Text von Ruth Heinzel und Pfr. Dietmar Schorstein

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